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Trauer um Prof. Dr. Christoph Hartung

 

 

Nachruf


Wir trauern um unseren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten

 

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christoph Hartung


der am 3. Mai 2016 im Alter von 76 Jahren viel zu früh von uns gegangen ist. Christoph
Hartung hat von Beginn an als Gründungsmitglied der WGKT im Jahr 1979 und in den
Jahren seiner Präsidentschaft von 1989 bis 2009 als geistiger Motor und Organisator die
Geschicke der WGKT wie kein Zweiter bestimmt.

 
Christoph Hartung, geboren 1939 in Greifswald, studierte Bauingenieurwesen an der TU
Hannover, promovierte dort 1968 und wechselte 1971 an das Institut für Biomedizinische
Technik und Krankenhaustechnik an der Medizinischen Hochschule Hannover. Dort
habilitierte er 1974 und wurde 1978 ordentlicher Professor der MHH. Zuvor war Christoph
Hartung auch international tätig, so in den Jahren 1974 und 1975 als Visiting Professor an
der Arizona State University in Tempe und an der University of California in San Diego.

 
Als Technischer Direktor der MHH war er der Krankenhaustechnik bereits seit 1971 sehr
verbunden. So war die Idee zur Gründung der WGKT, die er zusammen mit seinem
Institutskollegen Prof. Otto Anna entwickelt und so erfolgreich umgesetzt hat: „…die
Förderung der Zusammenarbeit der auf dem Gebiet der Krankenhaustechnik
wissenschaftlich Tätigen. Die Mitglieder sollen ihre Erfahrungen und wissenschaftlichen
Ergebnisse austauschen....“ In den Jahren nach der Gründung hatten sich Personen aus
sehr verschiedenen Bereichen in der WGKT eingefunden, nämlich Vertreter aus
Hochschulen, Krankenhäusern, Industrie, Dienstleistung, Beratung und staatlichen
Institutionen. Damit wurde das Ziel: „Förderung der Zusammenarbeit“ mehr als erfüllt; diese
Vielfältigkeit der Mitglieder hat sich in den Folgejahren sehr fruchtbar ausgewirkt.

 
Das zeigte sich in den konkreten Aktivitäten der WGKT. Diese bestanden von Anfang an in
regelmäßigen wissenschaftlichen Tagungen und Kongressen sowie "Empfehlungen zur
Krankenhaustechnik", die breiten Niederschlag - später auch im Internet - fanden. Gerade
die Erarbeitung der Empfehlungen führte Fachleute in vielen Arbeitssitzungen zusammen -
ein Informations- und Erfahrungsaustausch, der von allen Teilnehmern hoch geschätzt und
als erhebliche Bereicherung ihrer beruflichen Tätigkeit immer wieder gewürdigt wurde.

 
Die zweite Hauptaktivität der WGKT, der Kongress „Technik im Krankenhaus“, wurde von
Christoph Hartung und Otto Anna 1974 zunächst als Symposium und Fachtagung an der
MHH gegründet. Diese Veranstaltung traf eine Marktlücke: der Kongress entwickelte sich
sehr schnell zum führenden jährlichen Treffen von Krankenhausingenieuren, Planern,
Beratern und Vertretern aus Wissenschaft, Behörden und Industrie aus dem ganzen
deutschsprachigen Krankenhausraum. Regelmäßig war dieser Kongress auch mit einer
Industrieausstellung verbunden und gab so Gelegenheit, die neuesten Marktentwicklungen
bedeutender medizintechnischer Unternehmen kennen zu lernen und diskutieren zu können.

 
Aber wir verlieren in Christoph Hartung nicht nur einen hochgeschätzten Wissenschaftler und
visionären Präsidenten der WGKT, sondern auch einen warmherzigen, aufgeschlossenen
und gütigen Menschen. Für viele von uns, die ihn Jahrzehnte kennen und begleiten durften,
war er nicht nur Mentor und Ratgeber, er wurde zum persönlichen Freund. Wir werden ihn
sehr vermissen. Sein Andenken lebt für immer in uns weiter.

 
Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie.

 
Für den Vorstand
Dr.-Ing. Horst Gudat

Vizepräsident 1998-2012

 

 

 

 

 

 

 

 

WGKT - die Wissenschaftliche Gesellschaft für Krankenhaustechnik

Ziel der WGKT ist die Förderung der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Krankenhaustechnik. Die Mitglieder der WGKT sollen ihre Erfahrungen und wissenschaftlichen Ergebnisse austauschen, die Gesellschaft fördert aktiv die Forschung zu zukunftsweisenden Fragestellungen der Krankenhaustechnik und der Technikorganisation. Die WGKT dient unmittelbar und ausschließlich gemeinnützigen Zwecken. Sie verfolgt keine politischen, wirtschaftlichen und konfessionelle Ziele. Die Gesellschaft versucht, Interessierte für eine dauerhafte und engagierte Mitarbeit auf dem Gebiet der Krankenhaustechnik zu gewinnen.


Die WGKT wurde 1979 gegründet und besteht aus circa 100 Mitgliedern. Die meisten Mitglieder sind Diplomingenieure der Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinenbau und Technisches Gesundheitswesen. Fast die Hälfte der Ingenieure dieser Gruppe hat ein Universitätsdiplom. Zweitstärkste Gruppe ist die Gruppe der Professoren, gefolgt von promovierten Ingenieuren und Medizinern und Betriebswirten sowie Wirtschaftsingenieuren. Alle Mitglieder sind beruflich im Gesundheitswesen tätig - teils freiberuflich beratend, im Hochschulbereich lehrend, in behördlichen Bereichen und Überwachungsorganisationen, der versorgenden Industrie und in geringerem Maße im Krankenhaus selbst. Diese berufliche Zusammensetzung unterstreicht die Wissenschaftlichkeit mit Praxisbezug der Gesellschaft auf dem Gebiet der Krankenhaustechnik.


Im Jahre 2000 hat die Gesellschaft einen Industriekreis gegründet. Mitglieder dieses Kreises haben den Status von außerordentlichen Mitgliedern. Ziele dieses Kreises sind Weiterentwicklung und Verbesserung der Performance deutscher Produkte und Dienstleistungen auf dem Gebiet des Technischen Gesundheitswesens sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene, u. a. durch

 

  • Aufbau und Integration von Servicefunktionen in Krankenhäuser im Rahmen des Facility Management
  • Präsentation von Medizinprodukten und Dienstleistungen
  • Vermittlung und Herstellung von Kontakten zu Kunden, Repräsentanten und Wissensträgern
  • Austausch von Wissen und Informationen über Märkte, Projekte, Forschung, Förderungsmöglichkeiten, Entwicklung, Erprobung und Technologietransfer
  • Vorbereitung von Kooperationsvorhaben in konkreten Märkten
  • Entwicklung von gemeinsamen Informationswegen im Internet zur Erleichterung von Akquisition, Werbung und Vertrieb

 

Durch die Gründung dieses Kreises sollen auch wirtschaftliche Fragestellungen der Krankenhaustechnik erarbeitet und verbreitet werden.

 

Die seit 1974 veranstalteten Tagungen für Technik im Krankenhaus wurden bis 2004 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biomedizinische Technik und Krankenhaustechnik (Prof. Anna, Prof. Hartung) der Medizinischen Hochschule Hannover ausgerichtet. Die WGKT ist Mitglied in der IFHE International Federation of Hospital Engineering.


Personen und Unternehmungen, die an einer Mitarbeit in der WGKT interessiert sind, werden gebeten, sich mit einem Mitglied des Vorstandes in Verbindung zu setzen.